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Premiere Hölle von Q 2017
Fazit und Auflistung von Verbesserungsvorschlägen

 

 

 

Die Gesamturteile für die Premiere der Hölle von Q fielen insgesamt durchweg „gut“ bis „sehr gut“ aus. Dies gilt gleichermaßen für alle wichtigen Gruppen der Beteiligten (Teilnehmer, Helfer, Orgateam, Vertreter der Behörden/Gemeinden, Sponsoren, Verbandsvertreter und Schiedsrichter, Zuschauer und Medien).
Sehr viele Teilnehmer und Helfer haben bereits angekündigt, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu wollen. Im Gegensatz dazu gab es keine Bemerkungen, dass eine erneute Teilnahme/Unterstützung nicht mehr gewünscht wäre.

 

 

Hier einige Rückmeldung von den Teilnehmern (Aus Emails und über Facebook)

 

 

„…das team apfelstrudel möchte dir und der riesigen anzahl von helfern für den heutigen herrlichen, grossartigen, erlebnisreichen triathlon danken. wir haben uns so wohl gefühlt, so betreut, so sicher. die athmosphäre und die kulisse waren unvergleichlich schön. wir freuen uns auf nächstes jahr.“ 

 

 

„Danke war ein tolles Event und vor allem DANK an die vielen tollen freundlichen Helfer und den begeisterten Zuschauern!!“

 

 

 „Hat wirklich Spaß gemacht! Danke an alle Helfer und die Athleten!!!

 

 

 „…noch voll die Finisher Freude auskostend möchte ich sehr herzlich danken. Es war ein bestens organisierter Wettkampf, zwar bin ich ausschließlich gelaufen, aber das Herzblut der Veranstalter war an der ganzen Strecke zu spüren.“

 

 

„herzlichen Glückwunsch!!! zur, soweit ich es mitbekommen habe, gelungenen Hölle!!“

 

 

„Erstmal vielen Danke für den schönen Wettkampf. Der hat die den Namen "Hölle von Q" wahrlich verdient!“

 

 

„Danke an die Helfer und Organisatoren für die gelungene Veranstaltung!“

 

 

„… das war eine fantastische Veranstaltung. Wirklich Wahnsinn.“

 

 

„Tolle Stimmung im Zielbereich... Freu mich schon aufs nächste Jahr“

 

 

„War wirklich ein gelungener WK - hat Spass gemacht

 

 

„Vielen Dank für die Orga! Es war eine Freude.  Außer nach Friedrichsbrunnen ;-)

 

 

 „Vielen Dank für diesen tollen Wettkampf mit wunderschöner Strecke und super Atmosphäre! Prima auch die Idee mit der Nebelmaschine beim Schwimmstart! ;-)

 

 

 

Das schönste an dieser Auswahl: sie ist repräsentativ. Zwar gab es viele gute Verbesserungsvorschläge für 2018 ff – aber (bisher) keine Zuschrift von Teilnehmern, die mit dem Wettkampftag seitens der Organisation unzufrieden waren!

 

Die Hölle von Q konnte vor allem in folgenden Bereichen „punkten“

 

  • Sehr schöne, anspruchsvolle Strecke
  • Viele motivierte Helfer
  • "liebevolles“, durchdachtes Konzept                              

 

Auch wenn es teilweise mit Aufwand verbunden ist: die Verteilung auf die drei Standorte Ditfurt, Thale und Quedlinburg soll erhalten bleiben, um den einzigartigen Charakter dieser Veranstaltung behalten zu können. Für die Umsetzung des Konzeptes gab es noch viele, fast durchweg nachvollziehbare Verbesserungsvorschläge. Die wichtigsten sind:

 

  • Unterlagenausgabe: früher startklar sein, räumlich in Otts Garten verlegen (Anm.: letzteres hat Vor- und Nachteile)
  • Schwimmen: die Streckenlänge war nicht korrekt, Begleitboote hätten sichtbarer führen müssen, Ausstieg nicht gut   zu erkennen
  • Wechselzone 1: Check in durchziehen, zwei Zelte, besserer Sichtschutz, Bewachung
  • Rad: Anderer Radständer wählen, Lage Versorgungspunkte überprüfen, Getränkereichung verbessern
  • Wendeschleife Thale: besser strukturieren. Straßensperrungen konsequenter durchführen
  • Wechselzone 2 klarer strukturieren, WCs, Bewachung
  • Rad und Laufstrecke: Kilometerangaben fehlten, Markierungen auf Straßen zu undeutlich (wurde aber durch viele Helfer aufgefangen)
  • Ziel: Versorgungsbereich besser ausschildern. Urkunden für alle ermöglichen
  • Transfer von Sachen/Teilnehmern: lief schon weitgehend gut, aber Details/Abläufe noch besser kommunizieren
  • Hintergrund: Selbstverständlich wird es auch viele Änderungen in der Organisation geben, die den Teilnehmern nicht unmittelbar auffallen. Diese Punkte sind hier nicht genannt.

 


"Ballhaus – Hölle – Double“
Ascherslebener Triathlon und Hölle von Q rufen gemeinsame Wertung aus

 

 

Die Veranstalter der Triathlon-Wettkämpfe in Aschersleben und Quedlinburg loben eine gemeinsame Wertung aus. Unter dem Motto: "Ballhaus - Hölle - Double: Dein Doppelpack im Harz“ wird ein eigener Pokal an die Teilnehmer mit der besten Gesamtzeit beider Wettbewerbe vergeben. Die Auszeichnungen werden erstmals bei der Siegerehrung der Hölle von Q am 3. September in Quedlinburg überreicht.

 

 

Mit der Kombi-Wertung wollen die Organisatoren der weiterhin eigenständigen Veranstaltungen, ein Zeichen für den Triathlon im Raum Nordharz setzen. In Aschersleben gehen die Teilnehmer jeweils im Mai zum Beginn der Saison über die sogenannte „Sprint-Distanz“. Zu absolvieren sind im Schwimmen 400 Meter im Schwimmbecken des Ballhauses, auf dem Rad 20 km und 4,75 km beim Laufen. Eine Distanz, die sich sehr gut auch für Triathloneinsteiger eignet. Am 21. Mai 2017 waren 125 Teilnehmer bei der 2. Ausgabe rund um das Ballhaus Aschersleben am Start.

 

 

Die Hölle von Q im benachbarten Quedlinburg feiert am 3. September Premiere. Sie soll ein Highlight zum Ende der Wettkampfzeit im Bundesland werden. Teilnehmer dieser Mitteldistanz haben 2 km im Schwimmen, 83 km auf dem Rad und 21,1 km laufend bei insgesamt 1600 Höhenmetern zu bewältigen. Erwartet werden ebenfalls rund 120 Sportler, die einzeln oder in Staffeln starten.

 

 

„Beide Termine und die unterschiedlichen Distanzen zum Anfang und zum Ende der Saison ergänzen sich ideal. Durch die Zusammenarbeit möchten wir gern Sportler motivieren, ihr Training innerhalb des Jahres aufrecht zu erhalten und auch von den gesundheitlichen Vorzügen langfristig zu profitieren“, so Ben Reszel, Mitveranstalter des Aschersleber Triathlon.

 

 

Mark Hörstermann, Ausrichter der „Hölle von Q“ ergänzt: „Im ersten Jahr sind es vielleicht erst 10 – 15 Athleten, die bei beiden Wettkämpfen an den Start gehen. Aber Triathlon ist Trendsport und wir rechnen damit, dass das Ballhaus – Hölle – Double in den nächsten Jahren sehr attraktiv wird.“

 

 

Hörstermann freut sich, mit Ben Reszel einen Partner gefunden zu haben, der als erfolgreicher Trainer weltweit für die Betreuung seiner Sportler unterwegs und daher bestens vernetzt ist. Reszel leitet das Resource - Institut für Leistungsdiagnostik und Trainingsbetreuung und trainiert unter anderem den Triathlon-Profi Christian Kramer. Mit einer Bestzeit von unter 8 Stunden ist Kramer einer der schnellsten Deutschen Triathleten auf der Ironman Distanz (3,8 km/ 180 km / 42,2 km). Da er sich auf der Punktbejagt für die Weltmeisterschaften in Hawaii befindet wird Kramer 2017 nicht für die neue Wertung antreten. Aber vielleicht ja in den nächsten Jahren.

 

Hintergrund: NSG Teufelsmauer

 

Das Naturschutzgebiet Teufelsmauer

 

 

 

Eindrucksvoll erheben sich die markanten Felsgebilde der Teufelsmauer bei Wedersleben über die umgebende Landschaft. Ein wenig mystisch sehen sie aus, wie eine Mauer von Riesenhand. Der Name trägt seinen Teil zu dieser Mystik bei und bezeichnet die Mauer als Werk des Teufels. Tatsächlich jedoch war die Entstehung der Teufelsmauer kein Teufelswerk, sondern ein langer geologischer Prozess, an dessen Ende 83 Millionen Jahre alte, verkieselte Sandsteine der Oberkreide freigelegt wurden.

 

Die Teufelsmauer bei Weddersleben ist Teil einer fast 20 km langen Felsformation, aus einzelnen „Mauerstücken“ gebildet, aufgereiht zwischen Blankenburg und Ballenstedt. Zu dieser Felsformation zählen auch die Gegensteine bei Ballenstedt, die Felsen der Schierberge bei Rieder und die Teufelsmauer bei Blankenburg und Timmenrode mit den Hamburger Wappen und dem Großvater.

 

Die Teufelsmauer bei Weddersleben ist aber etwas ganz Besonderes: Seit 184 Jahren ist die sie geschützt! Sie ist damit nach der Baumannshöhle in Rübeland (1668) und dem Drachenfels im Siebengebirge (1828/29) das drittälteste Schutzgebiet in Deutschland. Ursprünglich ging es 1833 darum, das unbefugte Brechen von Steinen aus der aus Volkssagen berühmten Sandsteinmauer bei Strafe zu verhindern. Dieser Pioniertat eines Landrates aus Quedlinburg verdanken wir, dass die Teufelsmauer heute überhaupt noch vorhanden ist. Mit der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Teufelsmauer bei Neinstedt-Weddersleben, Kreis Quedlinburg" von 1935 wurde der Umfang des geschützten Gebietes vergrößert und der Schutzzweck ging nun über den bloßen Schutz der Sandsteinfelsen deutlich hinaus.

 

Stand anfangs die Sicherung des eigentlichen Felsens im Vordergrund, so sind heute in das Schutzziel die Tier- und Pflanzenarten, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume einbezogen. Es sind vor allem die trockenen-warmen, extremen Lebensräume wie Trockenrasen, Halbtrockenrasen, Heiden und Trockengebüsche und die daran gebundenen zumeist sehr seltenen Tier- und Pflanzenarten, die hier besonders schutzwürdig sind. Das Vorharzland, und mit ihm ganz besonders auch das Gebiet um die Teufelsmauer, zählt zu einem von nur acht „Hotspots der Gefäßpflanzendiversität“ in Deutschland. Viele Tier- und Pflanzenarten, die ihren Ursprung in den kontinentalen Steppen Europas oder im Mediterrangebiet haben, haben hier geeignete Lebensräume gefunden. Warum? Der Regenschatten des Brockens macht es möglich. Die Folge sind nur ca. 500mm Niederschlag im Jahr, eine längere Sonnenscheindauer und höhere Temperaturen. Die hier lebenden Arten sind an extreme Bedingungen angepasst. Sie sind sehr robust gegen Trockenheit, Nährstoffarmut, starke Hitze (im Sommer können auf der Südseite der Teufelsmauer in Bodennähe schon 60°C erreicht werden) und Temperaturschwankungen. Unter diesen Bedingungen sind die meist kleinwüchsigen Arten konkurrenzstark und können sich behaupten.

 

Leider sind diese Lebensgemeinschaften auf der anderen Seite sehr empfindlich. Viele ihrer Arten oder ganze Lebensgemeinschaften sind heute sehr selten geworden oder gar vom Aussterben bedroht. Die Ursachen sind vielfältig, vor allem aber sind die Lebensräume dieser Arten selten geworden. Vielerorts haben Nutzungsaufgabe, Aufforstung und Nutzungsintensivierung der Landwirtschaft, aber auch im Tourismus die Vorkommen der trocken-warmen Lebensräume auf fleckenhafte und räumlich isolierte Restvorkommen schrumpfen lassen. Zusätzlich beschleunigen Nährstoffeinträge die Einwanderung von starkwüchsigen und ausbreitungsstarken Arten.

 

Und deshalb muss man die letzten Vorkommen dieser Lebensräume und mit ihnen die hier vorkommenden arten vor weiteren Verlusten besonders schützen.

 

 

 

Quellen:

 

Günther, E., Bürger, G. 2015: Die Teufelsmauer am Harz. 120 S. Edition Leipzig

 

Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt. 2002. 150 Jahre Schutz der Teufelsmauer. Tagung und Festveranstaltung am 08.06.2002 in Weddersleben. Sonderheft 1. Halle/Saale (https://lau.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLU/LAU/Wir_ueber_uns/Publikationen/Sonderhefte_der_Berichte_des_LAU/Dateien/Teufelsmauer_SH_1-2002.pdf)“

 

 

 

Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch

 

Frau Dr. Jakob
Landkreis Harz
Untere Naturschutzbehörde (A67/UNB)